Betreiber-Instandhaltungsprogramme: eine gemeinsame Aufgabe von ECM und EVU (Juli-Termin)
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Wie sauber bildet Ihr eingeführtes Betreiberinstandhaltungsprogramm den tatsächlichen Einsatz Ihrer Fahrzeuge ab? Stimmen Laufleistungen, beförderte Lasten, Einsatzgebiete oder weitere betriebliche Faktoren noch mit den ursprünglichen Planungsprämissen überein? Und wenn sich die Einsatzbedingungen verändert haben – wie übersetzen Sie das konkret in Ihr Instandhaltungsprogramm?
Die ECM II muss die aktuellen betriebliche Einsatzbedingungen kennen, bewerten und bei der Weiterentwicklung des Betreiberinstandhaltungsprogramms berücksichtigen. Die EVU sind verpflichtet, signifikante Änderungen des betrieblichen Einsatzes der Fahrzeuge unverzüglich dem ECM III mitzuteilen. Die ECM III muss den aktuellen Einsatz der Fahrzeuge im Blick behalten und dafür sorgen, dass Fahrzeuge rechtzeitig und passend zum eingeführten Betreiberinstandhaltungsprogramm der Werkstatt zugeführt werden.
Doch welche Informationen brauchen beide Funktionen? Ab wann ist eine betriebliche Veränderung für die Instandhaltung relevant, woran lässt sich das festmachen? Und wie passen Sie daraufhin ihr Betreiberinstandhaltungsprogramm an? Kommunizieren EVU und ECM dabei auf demselben dokumentierten Sicherheitslevel? Und wie dokumentieren sie ihre abgeleiteten Entscheidungen nachvollziehbar?
In unserer Weiterbildung im Mittag-bis-Mittag-Format erläutert Dr. Axel Marquardt die einschlägigen Anforderungen aus der ECM-Verordnung und zeigt konkrete Umsetzungsbeispiele aus seiner Tätigkeit als Auditor. Wenn Sie einen eigenen Anwendungsfall mitbringen, greifen wir diesen im Seminar gerne auf und erarbeiten mögliche Lösungsansätze für Ihr Unternehmen.
Weiterbildung „Betreiberinstandhaltungsprogramme erstellen und weiterentwickeln: eine gemeinsame Aufgabe von ECM und EVU“ | 6.–7. Juli 2027 | Maternushaus Köln | Präsenzseminar mit maximal 20 Teilnehmern | 1.350 EUR netto
Nach der Weiterbildung können Sie:
- bestimmen, welche betrieblichen Einsatzbedingungen für die Instandhaltung Ihrer Fahrzeuge relevant sind,
- Veränderungen des Fahrzeugeinsatzes systematisch erkennen und bewerten,
- die Aufgaben von ECM II und ECM III klar voneinander abgrenzen,
- betriebliche Informationen in Anforderungen an das Instandhaltungsprogramm übersetzen,
- Kriterien für die Überprüfung und Anpassung von Instandhaltungsvorgaben entwickeln,
- die Zuweisung und Zuführung von Fahrzeugen zur Instandhaltung am tatsächlichen Betriebseinsatz ausrichten,
- Informationswege zwischen Betrieb, Flottenmanagement, ECM II, ECM III und Werkstatt nachvollziehbar gestalten,
- Entscheidungen und Änderungen so dokumentieren, dass sie auch gegenüber Auditoren und Zertifizierungsstellen begründet werden können
Die Weiterbildung richtet sich an:
- Verantwortliche der ECM-Funktionen I, II und III,
- Leiter und Mitarbeitende im Flotten- und Fahrzeugmanagement,
- Verantwortliche für Instandhaltungsprogramme und Instandhaltungsunterlagen
- technische Verantwortliche von Eisenbahnverkehrsunternehmen und Fahrzeughaltern,
- Mitarbeitende in der Instandhaltungssteuerung und Werkstattplanung,
- Sicherheits-, Qualitäts- und Risikomanager,
- interne Auditoren und Verantwortliche für ECM-Zertifizierungen.
Die Weiterbildung setzt Grundkenntnisse der europäischen ECM-Systematik voraus. Das Serminar ist keine allgemeine Einführung in die ECM-Durchführungsverordnung (EU) 2019/779.
Inhalte
Rechtlicher und systematischer Rahmen:
-
- Anforderungen der Durchführungsverordnung (EU) 2019/779
- Bedeutung des betrieblichen Kontextes für das Instandhaltungsmanagement
- Informationspflichten zwischen EVU und ECM
- Zusammenspiel der vier ECM-Funktionen mit Schwerpunkt auf ECM II und ECM III
- Verantwortung für die Ermittlung, Bewertung und Verarbeitung betrieblicher Informationen
- Anforderungen an Miet- und Überlassungsverträge von Vermietern, Halter/ECM, EVU/Nutzern
Betriebliche Einsatzbedingungen systematisch erfassen
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- Welche Informationen über den Fahrzeugeinsatz sind für die ECM relevant?
- Laufleistungen, Einsatzprofile, Belastungen und betriebliche Besonderheiten
- Datenquellen und Informationswege innerhalb und ausserhalb des Unternehmens
- Veränderungen des Einsatzes rechtzeitig erkennen
- Für die Instandhaltung relevante von nicht-relevanten Betriebsdaten unterscheiden
Aufgaben der ECM II und der ECM III abgrenzen
Zusammenarbeit und Informationswege in der Praxis regeln
-
- Informationsaustausch zwischen Eisenbahnunternehmen, Fahrzeughalter sowie ECM II, ECM III und ECM IV
- Besondere Informationswege bei Leasinggebern und Vermietgesellschaften
- Eskalationswege bei fehlenden, widersprüchlichen oder verspäteten Informationen
- Anforderungen an eine auditfähige Dokumentation
- Erörterung der von den Teilnehmern mitgebrachten Anwendungsfälle (freiwillig)
Leistungen
- Weiterbildung mit Dr. Axel Marquardt inkl. Möglichkeit zur Diskussion eigener Praxisfragen
- Tagungsverpflegung (Mittagessen, Kaffeepausen, Softgetränke)
- Seminarunterlagen
- Teilnahmebescheinigung
- Austausch mit Fachkollegen aus dem Sektor
- Die Teilnehmerzahl ist auf 20 begrenzt, damit ausreichend Zeit für Diskussionen und die Bearbeitung konkreter Praxisfälle bleibt.
100% Weiterempfehlung: Die Teilnehmer der BahnVerstand-Weiterbildung mit Dr. Axel Marquardt „ECM- und Halterfunktionen in der Praxis“ 2026 würden das Seminar weiterempfehlen. In Ihrem Feedback gaben die Teilnehmer an, ihr Wissen habe sich nach der Weiterbildung „deutlich verbessert“ oder „sehr stark verbessert„.
Ihr Referent
Dr. Axel Marquardt kennt die europäischen Anforderungen an das Instandhaltungsmanagement ebenso wie die praktischen Herausforderungen bei ihrer Umsetzung. Der promovierte Maschinenbauingenieur ist seit seinem Berufseinstieg im Eisenbahnsektor tätig. Seine Erfahrung reicht von der Herstellung von Lokomotiven über die Instandsetzung von Lokomotiven und Güterwagen bis zur Tätigkeit als Eisenbahnbetriebsleiter und Auditor. Aktuell ist er als Referent der unabhängigen Bewertungsstelle der Captrain Deutschland GmbH tätig.
In dieser Weiterbildung verbindet Dr. Axel Marquardt die Anforderungen der ECM-Verordnung mit konkreten betrieblichen Beispielen. Profitieren von seiner Erfahrung als Eisenbahnbetriebsleiter und Auditor und entwickeln Sie gemeinsam mit ihm umsetzbare Ansätze für Ihre eigene ECM-Organisation.
Zeitliche Abfolge der Weiterbildung
Mittwoch, 6. Juli 2027
ab 12:00 Uhr: Eintreffen mit Imbissmöglichkeit
ca. 13:00–18:00 Uhr – Teil 1 der Weiterbildung
ab 19:00 Uhr gemeinsames Abendessen (wenn gewünscht)
Donnerstag, 7. Juli 2027
08:00–13:00 Uhr – Teil 2 der Weiterbildung
ca. 13:00 Uhr Abschluss bei einem gemeinsamen Mittagessen bis ca. 14:00 Uhr (wenn gewünscht)
Veranstalter
BahnVerstand GmbH – Engelbergstrasse 24 – CH-4600 Olten
Übernachtung
Die Übernachtung organisieren und bezahlen die Teilnehmer selbst. Im Maternushaus ist bis 5. Mai 2027 ein Zimmerkontingent „BahnVerstand“ reserviert. Einzelzimmer mit Frühstück für 114 EUR.
Teilnahmeentgelte
1.350 EUR netto für die Teilnahme an der Weiterbildung.
1.400 EUR netto für die Teilnahme an der Weiterbildung und die Teilnahme am gemeinsamen Abendessen mit dem Referenten im Brauhaus „Früh“ am Mittwoch ab 19:00 Uhr
Zur Anmeldung wählen Sie weiter unten erst das Ticket und tragen dann die Teilnehmer-Angaben ein. Anmeldeschluss ist der 30. Juni 2027. Die Rechnungen versenden wir 14 Tage vor der Veranstaltung.
Stornobedingungen
- Ein Teilnehmerwechsel ist jederzeit kostenfrei möglich.
- Eine Stornierung ist bis 14 Kalendertage vorher kostenfrei
- Bei einer späteren Stornierung bis sieben Kalendertage vor Seminarbeginn werden 50 % des Teilnahmeentgelts berechnet.
- Danach oder bei Nicht-Erscheinen wird das gesamte Teilnahmeentgelt fällig.
So finden Sie zum Seminar