BahnVerstand bietet eine monatliche Video-Konferenz an, bei der Schadenmanager von Bahnen und Wagenhaltern einen “kniffligen AVV-Fall” aus der Praxis erörtern. Sie erarbeiten eine gemeinsame Sicht auf das AVV-konforme Vorgehen (“so wäre es richtig gewesen”) und geben Tipps, wie der Fall-Einreicher im konkreten Fall vorankommt. Details zu diesem einzigartigen Austausch-Format und zur Anmeldung siehe Flyer anbei.

Der November-Fall (26. November 16:00 – 17:00 Uhr) wird zum Beispiel davon handeln, dass zwei EVU uneins sind, auf welchem Teilstück Flachstellen verursacht wurden… 

BahnVerstand bietet über diesen Gratis-Service hinaus eine nichtanwaltliche Beilegung von AVV-Streitfällen als Service an. Informationen über diesen Service finden Sie hier.

Der AVV-Fall von Oktober 2020

Entgleisung eines Güterwagens im Kundenanschluss im Ausland. Das lokale EVU hatte im 20 km entfernten Teambahnhof ein Schadenprotokoll erstellt und unter Verursacher “Dritter” angekreuzt. Das lokale EVU hat den Wagen dann lauffähig gemacht und die Reparaturkosten dem Halter verrechnet. 

Das lokale EVU hat die Haftung abgelehnt und an den Empfangskunden als Verursacher verwiesen. Dieser lehnte die Haftung ab (“das war ich nicht!”). Wer haftet gegenüber dem Halter gemäss AVV?

Die Diskussion von Oktober 2020 

Die Teilnehmer haben zunächst das AVV-konforme Vorgehen entwickelt u.a. mit Antworten zu “war der Wagen im Gewahrsam des EVU?” und “was ist ein Beweis gemäss Art 22.1 AVV, um das EVU aus der Haftung für den Schaden zu befreien?” 

Im Ergebnis konnten sich die Teilnehmer für den konkreten Fall auf eine einstimmige AVV-Auslegung verständigen. Zusätzlich gaben die Teilnehmer dem Fall-Einreicher praktische Empfehlungen, wie er den konkreten Konflikt überwinden kann. Die abschliessende Abstimmung der Teilnehmer bestätigte diesen Vorgehensvorschlag einstimmig. 

(Das vollständige Ergebnisprotokoll geht exklusiv an die Teilnehmer)